Unsere Geschichte
Von den Anfängen mit Pferdegespann bis zum modernen Fuhrpark – eine Familiengeschichte seit den 1950er-Jahren
Die Anfänge: Mit Pferdegespann durch Sachsen
In den frühen 1950er-Jahren war es Arthur Händel, in Lützschena, einem Vorort von Leipzig, der mit einem vierspännigen Pferdegespann Bierfässer der Sternburg-Brauerei zu Gaststätten im Leipziger Umland lieferte. Es war ein Beruf, der körperlichen Einsatz verlangte, ein Gespür für Zeit und Wetter – und die Fähigkeit, sich auf Mensch und Tier gleichermaßen zu verlassen.
Der erste Lkw
Ab etwa 1953 stieg sein Sohn Gerhard Händel mit ein. Er beschaffte einen gebrauchten VOMAG-Lkw. Damit begann die motorisierte Phase: Er transportierte Braunkohle-Briketts, fuhr Zuckerrüben von Bauern zur Zuckerfabrik und brachte Rübenschnitzel zurück zu landwirtschaftlichen Betrieben in der Umgebung. Im Sommer wurden dann meistens Sand und Kies transportiert.
Neubeginn im Westen
1957 brachte die DDR das abrupte Ende. Der Betrieb wurde enteignet, Grundstück und Fahrzeuge gingen verloren. Im September 1957 die Flucht aus der DDR, nach Westdeutschland. Es ging nach Sythen bei Haltern am See, im Münsterland.
Wiederaufbau im Münsterland
1962 der erste eigene Lkw im Westen – einen gebrauchten MAN 635 Kipper. Er transportierte Kalksandsteine für die Firma Schenking in Sythen, im Nahbereich von etwa 50 Kilometern. Im Lauf der folgenden Jahre kamen zwei weitere gebrauchte MAN-Lkw hinzu.
Verlässlichkeit aus eigener Hand
Seit 1972 ist ein Schlosser Teil dieser Entwicklung und hat mit seinem Know-how entscheidend dazu beigetragen, dass die Fahrzeuge zuverlässig einsatzbereit bleiben. Seine Erfahrung prägt die Arbeitsweise über viele Jahre hinweg.
Der erste Volvo – ein bewusster Schritt
1974 wurde der erste neue Lkw, ein blauer Volvo F89, angeschafft. Es war ein bewusster Schritt: weniger improvisieren, mehr Verlässlichkeit. Damit begann auch die bis heute bestehende Ausrichtung auf Volvo als bevorzugte Marke im Fuhrpark.
Die nächste Generation
Ab 1980 übernahm Jürgen Händel mit seiner Mutter und Marita Raatz Stück für Stück die Verantwortung.
Eigenes Gelände in Haltern am See
1988 das eigene Betriebsgelände in Haltern am See mit Halle und Wohnhaus.
Dritte Generation
2013 ist Sascha Händel, die dritte Generation, in das Transportgewerbe eingetrereten.
Und auch wenn sich vieles verändert hat: Der Kern ist geblieben. Wir arbeiten nicht mit Schlagworten, sondern mit Fahrzeugen. Nicht für die Außenwirkung, sondern für das, was täglich transportiert werden muss.
Unser Alltag – Arbeit an den Fahrzeugen
Über die Jahre hat sich vieles verändert – Technik, Abläufe und Anforderungen. Was geblieben ist: der Anspruch, zuverlässig zu arbeiten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ein großer Teil unserer Arbeit findet nicht auf der Straße, sondern im Hintergrund statt. Wartung, Pflege und Reparaturen werden im eigenen Alltag umgesetzt – damit die Fahrzeuge jederzeit einsatzbereit sind.